Munot in Sicht, Rheinfall um die Ecke

Das «Arcona Living», Schaffhausens erstes Viersternehotel, überrascht

«Um 13.40 Uhr folgt auf Gleis 2 der Schnellzug nach Zürich», hört man die Durchsage vom nahe gelegenen Bahnhof, wenn man vor dem neuen Hotel Arcona Living in Schaffhausen steht. Hinter den Gleisen ist der neue Stadtteil «Urbahn Bleiche» entstanden. Eines der fünf modernen Gebäude, die mit verspielten Fensterfronten aufwarten, ist nun das erste Viersternehotel der nördlichsten Schweizer Stadt, die anderen sind Büros und Wohnungen. Mittendrin ein grosser Platz, wo derzeit viele Leute stehen bleiben, um das neue Schaffhausen näher zu betrachten.

Die deutsche Hotelkette Arcona, mit bisher 15 Häusern mehrheitlich in Norddeutschland, hat das Potenzial Schaffhausens geortet und versucht sich hier als Kongresshotel. Denn etliche nationale und internationale Firmen haben die Attraktivität Schaffhausens entdeckt. Mit einer Fläche von 500 Quadratmetern wartet der Kongressbereich auf, bis 340 Leute können hier tagen.

Naturgemäss weist ein Hotel für Geschäftsleute am Wochenende tiefere Auslastungen auf, entsprechend attraktiv ist dann der Besuch für Ausflügler und Wochenend-Touristen. Schaffhausen bietet mit der kompakten Altstadt, dem Wahrzeichen Munot und dem unweit gelegenen Rheinfall drei Highlights. Aber auch das Umland lässt für Wanderer, Flussfahrer und Weintester keine Wünsche offen. Im Oktober erst recht, wenn in Hallau, Osterfingen oder Trasadingen die grossen Herbstfeste steigen und sonnige Sonntage offensichtlich die Regel sind.

Ferdinand Hoekstra führt durch das sechsstöckige Haus, alles ist brandneu, die Zimmer sind elegant und clever eingerichtet, mit offenem Bad und frei stehendem Waschtisch, der sich mit der Schranktür temporär unterteilen lässt. Der General Manager des Hauses setzt sich auf die Fensterbank, die auch als bequeme Lounge dient, schaut über die Gleise Richtung Munot. «Wir möchten, dass unsere Gäste hier runterschalten können», sagt er in seinem leicht holländisch gefärbten Schweizerdeutsch – vor 28 Jahren kam er ins Berner Oberland, vor 12 Jahren nach Schaffhausen ins Hotel Zunfthaus zum Rüden, bevor er nun das Zepter im Arcona übernahm.

Runterschalten kann man im Arcona sowohl im Zimmer als auch im überraschend grosszügigen Asia Spa. Auf 1200 Quadratmetern laden verschiedene Aufgusszeremonien zum Schwitzen. Ein Highlight ist die Vichy-Shower, eine von Sprühregen eingedeckte Nassbehandlungsliege.

Auf zum Apéro an die Bar mit Leuchtdekor aus dem Film «Matrix»! Dann lockt die Showküche des Restaurants Weinwirtschaft, das tagsüber auch mit der Terrasse punktet. Der Mix aus regionaler und internationaler Küche überzeugt. Ebenso die Weinauswahl mit etlichen Tropfen aus der Region – etwa dem Hallauer Blauburgunder. Schaffhausen als Ausflugsziel, am nördlichen Zipfel gelegen und oft vergessen, muss man sich merken.

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