«Buchungen über Smartphone-Apps steigen markant an»

Die Hotelportale legen zu – fünf Fragen an Florian Russ, Marketing Manager bei Hotels.com

Herr Russ, Schweizer Hoteliers beklagen sich, dass Hotelportale hohe Kommissionen verlangen und damit den ohnehin schon schwierigen Geschäftsgang belasten. Was sagen Sie dazu?
Florian Russ: Unser Vorteil ist die Internationalität. Hotels.com ist in 80 Ländern präsent, in 30 Sprachen. Wir können eine Nachfrage generieren, die ein Hotel alleine nicht kann. Hotels erhalten durch uns die Möglichkeit, einen weltweiten Kundenstamm aufzubauen. Wir sind ein zusätzlicher Vertriebskanal und können eine zusätzliche Nachfrage generieren.

Um wie viel billiger sind denn die Hotelpreise bei Hotels.com im Vergleich zur Direktbuchung beim Hotel?
Da gibts keine Faustregel. Für uns ist es natürlich wichtig, dass wir unseren Kunden konkurrenzfähige Preise offerieren können. Zudem bieten wir eine Bestpreisgarantie an. Findet ein Kunde an anderer Stelle das gleiche Zimmer am gleichen Datum zu einem besseren Preis, erstatten wir die Differenz zurück.

Mit Ihrem Bonusprogramm gewähren Sie jede elfte Nacht gratis. Kann man nun zehnmal im Einsternhotel schlafen und dann für die elfte Nacht ins «Dolder Grand»?
Das war am Anfangs noch so. Bei unserem Bonusprogramm «Welcome Rewards» handhaben wir dies nun so, dass die Bonusübernachtung auf dem Durchschnittswert der zehn vorangegangenen Nächtigungen basiert. Und es gibt keine Sperrdaten: Die Gratisnacht kann durchaus für den 31. Dezember in New York gebucht werden.

Mittlerweile gibt es unzählige Hotelportale und Buchungsstellen im Internet. Wieso soll man denn gerade bei Hotels.com buchen?
Neben dem Bonusprogramm wird das Callcenter geschätzt, das rund um die Uhr zur Verfügung steht. Auf vielen anderen Portalen sucht man vergebens eine Telefonnummer. Und wir verfügen über 3,5 Millionen echte Nutzer-Bewertungen – von Hotelgästen, die tatsächlich im Hotel waren. Nach einem Hotelaufenthalt kriegt bei uns jeder Gast die Aufforderung, seine Eindrücke festzuhalten. Insgesamt stehen 140 000 Hotels zur Wahl.

Hotels.com ist in den USA stark. Welche Trends orten Sie dort, die bald nach Europa schwappen könnten?
Der Anteil kurzfristiger Buchungen, auch in den 24 Stunden vor der Übernachtung, wächst deutlich. Gleichzeitig ist der Anstieg von Buchungen über unser Smartphone-App beträchtlich. Der Europäer ist noch zurückhaltender. Um 18 Uhr am Flughafen ankommen und dann zum Smartphone greifen, um spontan ein Zimmer zu buchen, wird aber auch hier vermehrt Realität werden. Die kurzfristige Buchbarkeit haben wir auch in einem unserer Werbevideos zum Thema genommen. Ein Fallschirmspringer zückt während des freien Falls das Smartphone, um ein Zimmer zu buchen – mit Erfolg.

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