Die Insel der Dreiradtaxis

Runter vom Monolithen Sigiriya, der historischen Festung, vorbei an Felsenzeichnungen, Gärten und Wasserbecken. Und wieder rein in den Minibus. Weiter geht die Entdeckungs- und Rumpelfahrt durchs Hochland von Sri Lanka. Fahrer Ramesh ist die Ruhe in Person, Tourguide Pearl fläzt sich auf dem Beifahrersitz, dreht sich mit Reiseinfos nach hinten. Nur mit Mühe können wir aber seinen Schilderungen folgen, denn der Strassenverkehr spielt verrückt.

Ramesh überholt gerade ein Dreiradtaxi, von denen es wie Bienen auf der Insel wimmelt, den entgegenkommenden Bus scheint er zu ignorieren. Ich schliesse die Augen. Links am Hügel zeichnet sich eine Buddha-Statue ab und wir fahren nun hinter einem Lastwagen her, der einen Elefanten auf der Ladefläche mitführt. Schon hat ihn Ramesh hupend überholt, gleichzeitig werden wir selber von einem Motorrad überholt, darauf drei Leute.

Wir nähern uns Colombo. Der Verkehr und das Hupen nehmen zu. Doch von Aggression keine Spur. Von einer Nebenstrasse biegt ein Auto vor uns ein, Vollbremse von Ramesh – ohne die Miene zu verziehen. Nach drei Tagen coole ich runter und kann mich den Eindrücken hingeben. Ja, ich lehne zurück und muss an Frau Schmidli und an ihre strenge Brille denken. Auf dem Strassenverkehrsamt hat sie mir Tage zuvor das «Gesuch um Deponierungsverlängerung von Kontrollschildern» wegen einer fehlenden Angabe unwirsch zurückgeschoben. Was würde sie sagen, wenn sie sich in Colombo befände?

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